Kurzfilm über Google Analytics und über die eigene Privatsphäre
Eigentlich machen wir seit 4 Jahren Radio und konzentrieren uns primär auf die Ohren unserer Hörerinnen.
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Seit kurzem versuchen wir uns in bewegten Bilder. (Wir sind noch keine Profis darin, aber …
Spontan und ohne viel Aufwand ist auf diesem Weg ein spannender Kurzfilm gelungen.
Dabei ist ein
Kurzfilm über Google Analytics und über die eigene Privatsphäre
entstanden.
Link zu Anbieter vimeo
Mirror auf Youtube
Es geht darum auf simple Weise für jeden verständlich mehr Problembewusstsein an den Tag zu legen ohne erhobenen Zeigefinger und jedem selbst die Entscheidung zu lassen ob er sich dafür oder dagegen entscheidet sich dem Thema zu öffnen.
# Digitaldivide
Wichtig war uns die Komplexität hinter der Matrix des World Wide Web für Nichttechnikerinnen herunter zu brechen ohne ein Vorwissen zu haben. Der Zugang man hört soviel darüber. Was ist da wirklich dran.
Wir wollten auch niemand verteufeln, wenn er Webstatistiken betreibt.
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass man dazu stehen sollte und es zumindest im Impressum dazu schreiben sollte.

# Kritik:
Bei Google Analytics sollte man sich bewusst sein, dass einem niemand etwas schenkt. Eine gute Statistiksoftware kostet sehr viel Geld und ist im e-Commerce-Bereich nicht mehr weg zu denken.
Nur sollte man wissen, dass die Gratisanwenderinnen von Google Analytics sogenannte Probanden bzw. Beta-Tester für Google sind. Was könnte für Google besser sein als Menschen zu finden die das Gratis einbauen.
Man kann ja auch Google Analytics kaufen gegen viel Geld und auf einem eigenen Server installieren.
Es geht aber auch um die Frage, wem gehören die Daten die erhoben werden?
Es geht um die Frage um informelle Selbstbestimmung.
Es geht um Wahrung der Interessen als Normaluser bzw. Konsument.
Während bei normaler Statistiksoftware die nur beim Webseitenbetreiber bleibt.
Werden als Gegenleistung die erhobenen Daten von Google Analytics für Marketingzwecken an Google weiter gegeben ohne dass ich als Besucher diesem Zweck zugestimmt habe.
Genau hier setzt die Kritik an und warum wir dieses kleine Filmchen gedreht haben. Natürlich mit einem kleinem Augenzwinkern.
In Zeiten von zunehmender Überwachung in der Gesellschaft sollte man zumindest sich einer gewissen Transparenz verschreiben. Internetstatistiken nicht zu verteufeln. Aber auch nicht als Freibrief erachten alles was technisch machbar ist bis ans Limit auszunutzen.
Als Konsens sollte man sich mit Augenmaß das Beispiel Höchstgeschwindigkeit auf österreichischen Autobahnen heran ziehen. Autos könnten mit Bauartgeschwidigkeit fahren wie teilweise in Deutschland möglich. Aber in Österreich gibt es einen Konsens. Ob dieser jetzt gut oder weniger gut ist kann man diskutieren.
Aber es gibt eine gesetzliche Selbstbeschränkung und beim Datamining gibts keine Schranken. Genau hier geht es Problembewusstsein auf beiden Seiten zu schaffen.
Warum?
“Die Welt darf keine Google werden!”
Zum Schluss sei noch der Hinweis auf die Aktion in Deutschland “Wir speichern nicht”. Hier wird bewusst keine Logfiles bzw. Statistiken erhoben. Sozusagen ziviler Ungehorsam gegen die Vorratsdatenspeicherung und als Handlanger der Behörden zu fungieren mit eigenem Risiko zu eigenen Kosten.
Wenn jeder von uns zum Hilfssheriff fungiert, was ja laut Gesetz schon vorgesehen ist. Der Behörden haben bei Gefahr in Verzug Zugriff auf unsere Daten. Jedoch nur mit richterlicher Genehmigung. Es sei denn man erfindet wieder ein Gesetz wo dies ausgehebelt wird. Hinweis auf § 53a Sicherheitspolizeigesetz überprüft nur ein Datenschutzbeauftragter des Innenministeriums der Weisungsgebunden dem Minister bzw. der Ministerin unterstellt ist.
Für Systemadministratoren gibt es sicher eine Kompromislösung wie man das Logging so hint anhält, dass Troubleshooting im Worstcase noch möglich ist und trotzdem das Selbstverständnis für Behörden und für Politikerinnen in unsere Privatbereich auf Zuruf ohne Kontrolle sich selbst bedienen eindämmen kann.
Viel Spass beim Kurzfilm ansehen. Feedback ist immer willkommen!
ps.: Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden siehe Abspann!
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